Das Emmenbaum-Areal in Emmenbrücke steht vor dem Beginn der physischen Bauarbeiten. Nach mehr als einem Jahrzehnt der Planung und Entwicklung starten im Herbst 2026 die Rückbauarbeiten für das Großprojekt. Dieses umfasst ein Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Franken.
Eine einfache Gesellschaft aus fünf Grundeigentümern realisiert direkt beim Bahnhof Emmenbrücke eine Mikrostadt, die Wohnen, Gewerbe und Hotellerie auf rund 6.200 Quadratmetern Fläche vereint.
Die Baubewilligung der Gemeinde Emmen liegt seit dem 17. Oktober 2025 vor.
Komplexes Projekt mit vielfältigem Nutzungskonzept
Das Projekt umfasst sechs Gebäude mit einer maximalen Höhe von 30 Metern und sieht einen vielfältigen Nutzungsmix vor. Geplant sind rund 80 Mietwohnungen. Die vorgesehenen Wohnformen umfassen studentisches Wohnen, Microliving, generationenübergreifendes Familien- und Gemeinschaftswohnen sowie altersgerechte Wohnungen und Cluster-Wohnkonzepte.
Ergänzend ist ein Zleep-Hotel mit rund 139 bis 140 Zimmern vorgesehen. Zudem sind etwa 3.000 Quadratmeter Fläche für Gastronomie, Büros und weitere Gewerbenutzungen eingeplant. Das Projekt soll nach dem SNBS-Areal-Standard realisiert werden.
Die Bauherrschaft bildet eine einfache Gesellschaft, bestehend aus fünf Grundeigentümern. Darunter befinden sich laut Angaben ein großer Krankenversicherer und eine Pensionskasse, außerdem Landi Sempach-Emmen und die Utro Fiko-Med AG. Für die Planung zeichnen unter anderem die Planergemeinschaft Mirlo Urbano Architekten GmbH / Brühlmann Loetscher sowie MUBL AG für Architektur plus Städtebau verantwortlich.
Das Baumanagement übernimmt die SF Baupro AG.
Historie und Zeitplan
Die Entwicklung des Emmenbaum-Areals ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird an der Neugestaltung dieser zentralen Lage gearbeitet. Das Verfahren zur Erarbeitung des Bebauungsplans startete im November 2020. Zwischen 2020 und 2023 erarbeitete Metron den Bebauungsplan. Dieser wurde 2022 vom Einwohnerrat Emmen gutgeheißen und 2023 vom Regierungsrat genehmigt.
Das Baugesuch reichte die Bauherrschaft 2024 ein. Die ersten physischen Arbeiten, der Rückbau bestehender Gebäude, beginnen voraussichtlich im Oktober 2026. Aktuelle Mieter und Nutzer der bestehenden Bauten, darunter ein Coiffeursalon, einzelne Bewohner sowie eine Tankstelle mit Shop und Karosserie, sind von den Rückbauarbeiten betroffen.
Die eigentlichen Hochbauarbeiten sollen im Mai 2027 starten. Die Fertigstellung und der Bezug der Gebäude sind für das Frühjahr 2030 geplant.
Bedeutung für die regionale Entwicklung
Das Emmenbaum-Areal wird von Gemeindevertretern als integraler Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung in Emmenbrücke und der Region Luzern Nord dargestellt. Beat Burkard, Bauherrenvertreter des Emmenbaum-Areals, kommentiert den Baustart als ein lange verfolgtes Ziel. Er erwartet, dass die Überbauung das Bahnhofsquartier nachhaltig prägen und Menschen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen zusammenbringen wird.
Andreas Roos, Gemeinderat von Emmen, betont die Entstehung eines neuen urbanen Bereichs direkt beim Bahnhof Emmenbrücke. Er sieht in dem Projekt Raum für Wohnen, Arbeiten und Begegnung, was zugleich die städtebauliche Verknüpfung zwischen Bahnhof und Viscosistadt stärken soll. Die Entwicklung dieses Areals könnte somit nicht nur die lokale Infrastruktur erweitern, sondern auch die Attraktivität des Standortes Emmenbrücke für zukünftige Ansiedlungen und Investitionen erhöhen.







