Die alpine Hotelbranche steht derzeit im Fokus verschiedener Fachauszeichnungen, die Projekte in Österreich und Italien beleuchten. Zahlreiche Preise heben dabei Architektur, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit hervor.
Wettbewerb um die „Hotelimmobilie des Jahres“
Die Auszeichnung „Hotelimmobilie des Jahres“ wird im Rahmen des 196+ forum in München vergeben. Für die „Hotelimmobilie des Jahres 2025“ haben sich 25 Hotels aus neun Ländern beworben. Die geografische Reichweite der Bewerbungen erstreckt sich von Reykjavik bis Istanbul und von der kroatischen Adriaküste bis zur Nordsee.
Auch Metropolen wie Paris, Berlin und Wien sind vertreten, ebenso wie Hotels aus den Alpenregionen. Zu den Bewerbern zählen unter anderem das A by Adina Vienna Danube in Wien, die Adea Lifestyle Suites Fieberbrunn in Tirol und das Hotel Chalet Mirabell in Avelengo, Südtirol.
Die Jury bewertet Architektur und Gestaltung, die Integration in das Projektumfeld, Nachhaltigkeit und technische Innovation. Überdies spielen die Originalität des Konzepts sowie die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Bewerben konnten sich Hotels, die zwischen Januar 2024 und Juni 2025 neu gebaut und eröffnet oder nach kompletter Schließung umgebaut und neu positioniert wurden.
Die Gewinnerbekanntgabe für 2025 erfolgt am 8. Oktober im Hotel Bayerischer Hof in München. Für das Jahr 2026 sind bereits 24 Bewerber aus elf Ländern registriert.
Im Jahr 2024 ging der Preis an ein Eco-Aparthotel in Südtirol, das ein nachhaltiges Konzept verfolgt.
Vielfältige Würdigungen in der Alpenhotellerie
Weitere Branchenpreise zeichnen unterschiedliche Segmente alpiner Hotels aus. Der pistenhotels.info Award 2026 richtet sich an Hotels mit direktem Zugang zu Skipisten. Von den 50 prämierten Häusern liegen 43 in Österreich, sechs in der Region Trentino-Südtirol und eines in der Schweiz.
Die Top drei des Awards bilden das Hotel Schneider in Salzburg, das Hotel Kristall in Salzburg und die Ferienwohnungen Perfeldhof, ebenfalls in Salzburg. Zu den weiteren in den Top Ten genannten Häusern gehört das K1 Mountain Chalet in Südtirol. Die starke Konzentration der Auszeichnungen in Österreich und Trentino-Südtirol unterstreicht die dortige Dichte an prämierten Ski-Angeboten.
Der Falstaff Hotel Guide 2026 für Österreich listet unter seinen Special Awards das MÖRWALD Relais & Châteaux Hotel Am Wagram als „Best Gourmet Hotel“. Das Mandarin Oriental, Vienna wird als „Best New Opening“ geführt, während das Hotel Zürserhof in Zürs am Arlberg als „Best Ski Hotel“ ausgezeichnet ist. Der Guide führt zudem weitere Kategorien und Preisträger auf.
Der Gault&Millau Hotelguide 2024 kürte MalisGarten im Zillertal zum „Hotel des Jahres“. Das vom Architekten Matteo Thun entworfene Haus gilt als erstes nachhaltig gebautes und geführtes 5-Sterne-Superior-Hotel in Österreich. Als „Entdeckung des Jahres“ wurde das Grafengut am Attersee genannt. „The Amauris“ an der Wiener Ringstraße erhielt die Auszeichnung für die „Neueröffnung des Jahres“.
Internationale Präsenz und Marktdaten
In internationalen Hotelrankings und Zusammenstellungen belegen österreichische und italienische Häuser vordere Plätze. Im Ranking „Die 101 besten Hotels 2024/2025“ belegt das Hotel Sacher Wien den zweiten Platz in der Kategorie „Grand Hotels“. Das Alpin Resort Sacher Seefeld erreicht den dritten Platz in der Kategorie „Luxury Hideaways“.
In der Sparte „Luxury Alpine Resorts“ führt das Forestis in Südtirol die Liste an, während die Adler Lodge Ritten den dritten Platz belegt.
Die durchschnittliche Hotelrate in Österreich liegt wochentags bei 241 US-Dollar und am Wochenende, also Freitag und Samstag, bei 252 US-Dollar. Tirol führt die Bundesländer mit den meisten Hotels an (1.663 Häuser), gefolgt von Salzburg (1.239 Hotels) und der Steiermark (630 Hotels). Unter den 25 besten Wellnesshotels für 2027 sind 13 in Österreich ansässig.
Ausblick auf Branchentrends
Die zahlreichen Auszeichnungen verschaffen aktuellen Hotelprojekten in Österreich und Italien öffentliche Sichtbarkeit. Die bestehenden Kategorien und Prämierungen zeigen eine klare Fokussierung auf Nischenmärkte. Dazu zählen etwa Ski-in/Ski-out-Angebote oder „Luxury Hideaways“, die in mehreren Wettbewerben prominent platziert sind.
Die bevorstehende Bekanntgabe der „Hotelimmobilie des Jahres 2025“ und weitere Branchenauszeichnungen werden die prämierten Projekte dokumentieren. Marktbeobachtern bieten diese Prämierungen somit zusätzliche Orientierung in einem dynamischen Segment.







