Apple stuft drei Intel-MacBook-Modelle offiziell als „obsolet“ ein. Damit beendet der Konzern den Hardwaresupport sowie die Bereitstellung von Ersatzteilen. Betroffen sind das 13-Zoll MacBook Pro (2017) mit zwei Thunderbolt-3-Ports, das Retina MacBook Air (2018) und das 13-Zoll MacBook Pro (2018) mit vier Thunderbolt-3-Ports.
Für Besitzer dieser Geräte bedeutet dies, dass sie für Reparaturen künftig auf Drittanbieter angewiesen sind.
Strategiewechsel bei Apple: Abschied von Intel
Die Einstufung als „obsolet“ erfolgt zum 31. August 2026. Sie ist Teil von Apples Strategie, sich von Intel-Prozessoren zu verabschieden und den Fokus auf die eigenen M-Chips (Apple Silicon) zu legen.
Apple begann 2020 mit der Einführung eigener Prozessoren; bis 2023 war die gesamte Mac-Produktpalette auf Apple Silicon umgestellt. Die nun betroffenen Modelle gehören zu den letzten Intel-Macs, die Apple noch im Portfolio führte.
Apples Richtlinien sehen eine klare Klassifizierung vor: Ein Gerät gilt als „vintage“, wenn es seit mehr als fünf, aber weniger als sieben Jahren nicht mehr verkauft wird. In diesem Status sind Reparaturen noch möglich, abhängig von der Verfügbarkeit der Teile. Ein Produkt gilt als „obsolet“, wenn es seit mehr als sieben Jahren nicht mehr verkauft wird.
Ab diesem Zeitpunkt stellt Apple jegliche Hardwareservices ein. Für die genannten Modelle sieht Apple eine Ausnahme beim Austausch von Batterien vor: Batteriereparaturen bleiben bis zu zehn Jahre nach dem letzten offiziellen Verkauf möglich, sofern Ersatzteile verfügbar sind.
Konsequenzen für Nutzer und Softwaresupport
Für Nutzer der nun als obsolet eingestuften MacBooks sind die Folgen konkret: Der offizielle Hardwaresupport endet, und Apple stellt keine Originalersatzteile mehr über seine Kanäle bereit. Die Geräte erhalten überdies keine neuen macOS-Versionen mehr. Die letzte kompatible macOS-Version ist beim 13-Zoll MacBook Pro (2017) macOS Ventura, beim Retina MacBook Air (2018) macOS Sonoma und beim 13-Zoll MacBook Pro (2018) macOS Sequoia.
Das Ausbleiben neuer Betriebssystemversionen wirkt sich auf Sicherheitsupdates und die Kompatibilität mit aktueller Software aus. Ein MacBook erhält im Schnitt bis zu sieben Jahre lang Major-Updates; älteren Geräten werden danach oft noch zwei bis drei Jahre lang Sicherheitspatches angeboten. Mit macOS Tahoe (macOS 26) – Stand August 2026 –, das vorwiegend für Apple Silicon konzipiert ist, vertieft sich die Kluft zwischen Intel- und M-Chip-Geräten.
Ab macOS 27 sollen ausschließlich Apple Silicon-Macs unterstützt werden. Dies bedeutet für Nutzer, die aktuelle Software und Sicherheitsstandards nutzen wollen, dass ein Upgrade auf neuere Hardware erforderlich werden kann.
Marktauswirkungen und Beobachtungen
Parallel zu dieser Entwicklung nennen einige Quellen das iPhone X (Erscheinungsjahr 2017) als in Apples Liste der veralteten Produkte aufgeführt. Das iPhone X war das erste iPhone mit OLED-Display und Face ID; seinen letzten Softwaresupport erhielt es 2023 mit iOS 16.7.16. Einige Quellen nennen außerdem das 15-Zoll MacBook Pro (2018) als in die Liste aufgenommenes Modell.
Dieses verwendete Intel-Core-Prozessoren der achten Generation und gehörte zur Generation mit der Butterfly-Tastatur.
Die Einstufung älterer Modelle als „obsolet“ hat für Besitzer praktische Folgen: Sie müssen künftig auf Drittanbieter ausweichen, die Ersatzteile von Drittherstellern oder aus ausgeschlachteten Geräten verwenden. Dieser Schritt steht im Zusammenhang mit Apples Umstellung auf Apple Silicon. Analysten beobachten, inwiefern die Umstellung auf eigene Prozessoren Einfluss auf Kundenloyalität und Upgrade-Zyklen hat.
Dies könnte langfristig Auswirkungen auf Kaufzyklen und Umsätze im Hardwaressegment haben; zugleich reduziert die Umstellung die Abhängigkeit von externen Chipherstellern.







