Der Filmproduzent Ariel León Isacovitch, Gründer und Executive Producer von The Roots, hat die Eröffnung eines neuen Büros in Medellín, Kolumbien, bekannt gegeben. Diese Expansion fällt zeitlich mit den Weltpremieren des neuen Werner Herzog-Films „Bucking Fastard“ zusammen, an dem Isacovitch als Produzent beteiligt ist. Die Maßnahmen signalisieren eine Ausweitung der Präsenz von The Roots in Lateinamerika und eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit etablierten Filmschaffenden.
Strategische Expansion in Kolumbien
The Roots, 2014 von Ariel León Isacovitch, Carlos Garriga und Fernando Lopez gegründet, baut mit dem neuen Standort in Medellín seine Präsenz in Lateinamerika aus. Das Unternehmen unterhält bereits Büros in Chile, Uruguay, Mexiko und Argentinien. Carlos Llergo, Head of Production für The Roots Mexiko und Kolumbien, begründet die Entscheidung für Kolumbien mit „außergewöhnlichen Crews, authentisch vielfältigem Casting und abwechslungsreichen Drehorten“.
Llergo hebt die geografische Vielfalt Kolumbiens hervor, die von der Karibikküste über die Anden und den Amazonas-Dschungel bis hin zu Kolonialstraßen und modernen Metropolen reicht. Er nennt zudem eine erstklassige Crew-Basis, wettbewerbsfähige Kosten und ein attraktives Anreizsystem. The Roots agiert als unabhängige Marke und verfolgt nach eigenen Angaben keine primäre weltweite Filialstrategie, sondern eine „grenzenlosere Perspektive“ für Kunden.
„Bucking Fastard“: Herzogs und Isacovitchs neues Werk
Ein zentraler Meilenstein für Isacovitch und The Roots ist die Produktion von „Bucking Fastard“. Werner Herzog schrieb und inszenierte den Film. Die Weltpremieren des Dramas fanden im September 2026 auf den Filmfestivals von Venedig, Telluride, Toronto (TIFF) und New York (NYFF) statt.
Der Film erzählt die Geschichte der Schwestern Jean und Joan Holbrooke, gespielt von Rooney Mara und Kate Mara, die einen Tunnel durch eine Bergkette graben, um ein Land zu finden, in dem Liebe möglich ist.
Herzog bezeichnet das Werk als „operatives Triptychon“, das eine thematische Verbindung zu seinen früheren Filmen „Fitzcarraldo“ aus dem Jahr 1982 und „Grizzly Man“ aus dem Jahr 2005 aufweist. Die Finanzierung des Films unterstützte die Investorin und Philanthropin Clara Wu Tsai. Herzog und Isacovitch arbeiten seit 2019 zusammen.
Ihre Zusammenarbeit begann mit dem Dokumentarfilm „Nomad: In The Footsteps of Bruce Chatwin“ und umfasst mittlerweile mehrere gemeinsame Projekte. Ein weiteres gemeinsames Projekt von Herzog und Isacovitch befindet sich derzeit in der Postproduktion.
Die Bedeutung kreativer Partnerschaften
Ariel León Isacovitch betont die Relevanz kreativer Partnerschaften für The Roots. Er äußerte: „Es gibt nichts Besseres, als Geschichtenerzähler zu unterstützen – und Wege zu entdecken, Ideen umzusetzen, was definitiv meine tiefste Leidenschaft ist.“ Werner Herzog sagte über Isacovitch: „Unsere Verbindung existiert in diesem seltenen Raum zwischen Freundschaft und absoluter Partnerschaft.
Ariel ist nicht nur meine rechte Hand, sondern meine linke Hand, meine Füße und gelegentlich mein Verstand.“
Das Produktionsportfolio von The Roots umfasst über 400 Werbespots für Kunden wie Samsung, Toyota und McDonald’s aus dem Jahr 2019 sowie Musikvideos. Dazu zählt „Dead Dance“ für Lady Gaga unter der Regie von Tim Burton.
Ausblick: Wachstum im Film- und Werbemarkt
Die Eröffnung des Büros in Medellín und die Beteiligung an Produktionen wie „Bucking Fastard“ markieren aktuelle Meilensteine für The Roots. Kolumbien wird in der internen Darstellung des Unternehmens als wichtige kreative Expansion genannt. Dies begründet das Unternehmen mit der Location-Vielfalt, Crew-Basis und einem attraktiven Anreizsystem des Landes.
Beobachter gehen davon aus, dass die Präsenz in der Region The Roots neue Marktsegmente erschließen könnte.







