Berkshire Hathaway erhöht Beteiligung an Bending Spoons deutlich

Mailand. Berkshire Hathaway verstärkt sein Engagement beim italienischen Tech-Konzern Bending Spoons. Das Investmentunternehmen, seit Juli an Bending Spoons beteiligt, investiert weitere 330 Millionen US-Dollar in einer Privatplatzierung.

Der Kapitalzufluss soll dem Tech-Unternehmen für allgemeine Unternehmenszwecke und weitere Übernahmen dienen. Die Nachricht löste am Mittwoch starke Kursbewegungen aus.

Erweiterung der strategischen Partnerschaft

Berkshire Hathaway investiert 330 Millionen US-Dollar in Bending Spoons. Im Rahmen einer Privatplatzierung gibt Bending Spoons dafür 10 Millionen Stammaktien an Berkshire Hathaway aus. Der Ausgabepreis pro Aktie beträgt 33,00 US-Dollar.

Durch diese Transaktion erhöht sich Berkshires Anteil an Bending Spoons auf vier Prozent. Die gesamte Investition Berkshire Hathaways in das Mailänder Unternehmen beläuft sich nach diesem Deal auf rund 930 Millionen US-Dollar. Bereits im Juli hatte Berkshire 600 Millionen US-Dollar im Rahmen des Börsengangs von Bending Spoons investiert.

Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen. Er wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 erfolgen. Bending Spoons war im Juli an der Nasdaq gelistet. Nach der jüngsten Investition wird Berkshire Hathaway der sechstgrößte Investor von Bending Spoons sein.

Kapital für Wachstums- und Akquisitionsaktivitäten

Das frisch eingesammelte Kapital ist für allgemeine Unternehmenszwecke und insbesondere für weitere Übernahmen vorgesehen. Bending Spoons beschreibt sich selbst als 25 Prozent Private-Equity-Firma und 75 Prozent Technologieunternehmen. Das Kerngeschäft besteht darin, andere Technologieunternehmen und digitale Anwendungen zu erwerben, deren Betriebsabläufe zu optimieren und das investierte Kapital für zusätzliche Geschäfte einzusetzen, um die Rentabilität zu steigern.

Francesco Patarnello, Mitgründer und Leiter Unternehmensakquisitionen bei Bending Spoons, unterstreicht die Strategie des Unternehmens: „Bending Spoons prüft kontinuierlich M&A-Möglichkeiten, und unsere Pipeline ist weiterhin gut gefüllt.“ Er erklärt zudem, die Investition spiegele das Vertrauen in das Team und die Plattform wider. Sie erhöhe die finanzielle Flexibilität für weitere Transaktionen.

Zu den bekannten Portfolio-Unternehmen von Bending Spoons zählen AOL, Komoot, Vimeo, Evernote, WeTransfer, Eventbrite und Airtable. Jüngste Akquisitionen umfassen Airtable, deren Übernahme am 4. September abgeschlossen wurde. Für Miro wurde am 10. September eine Kaufvereinbarung mit einem Enterprise Value von 1,355 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben.

Markt reagiert mit Kurssprung

Die Ankündigung der erhöhten Beteiligung von Berkshire Hathaway löste am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, eine positive Reaktion am Markt aus. Die Bending-Spoons-Aktie (BSP) verzeichnete laut Quellen intraday einen Anstieg von bis zu 44 Prozent auf 54,45 US-Dollar im frühen Handel. Zeitweise wurde die Aktie auch bei 58 US-Dollar gehandelt.

Einige Quellen bezeichneten den Handelstag als den besten seit dem Börsendebüt am 1. Juli. Das Handelsvolumen lag zeitweise bei über 9,8 Millionen Aktien und überstieg damit das Vierfache des durchschnittlichen Tagesvolumens der letzten drei Monate.

Seit dem Börsengang, bei dem der Ausgabepreis 29 US-Dollar pro Aktie betrug, hat die Aktie an Wert gewonnen. Berichte sprechen von einem Anstieg um rund 80 Prozent. Die Marktkapitalisierung von Bending Spoons wurde in einer Quelle mit rund 33 Milliarden US-Dollar angegeben.

Luca Ferrari, CEO und Mitgründer von Bending Spoons, weist auf die Bedeutung von Berkshire Hathaway hin: „Seit Jahrzehnten gehört Berkshire Hathaway zu den besten und angesehensten Kapitalallokatoren der Welt und ist eine langjährige Inspiration für Bending Spoons.“ Greg Abel hat Anfang des Jahres die Leitung von Berkshire Hathaway übernommen.

Ausblick auf weitere Entwicklungen

Die Aufstockung durch Berkshire Hathaway erhöht die finanzielle Flexibilität von Bending Spoons erheblich. Das Unternehmen wird sich nun auf die Integration der jüngsten Akquisitionen wie Airtable und Miro konzentrieren. Parallel dazu prüft es weitere mögliche Übernahmen.

Investoren und Analysten werden die Umsetzung dieser Akquisitionsstrategie sowie die finanzielle Performance der erworbenen Unternehmen genau beobachten. Der Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2026 gilt als nächster wichtiger Meilenstein. Die starken Kursbewegungen am Tag der Ankündigung belegen die positive Marktreaktion auf diese Entwicklung.