Rekordvolumen im Bitcoin-Derivate-Markt: 15 Milliarden US-Dollar vor dem Verfall
Am Freitag, dem 25. September 2026, laufen Optionen im Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar an den Derivate-Märkten aus. Ein signifikanter Teil dieses Volumens konzentriert sich auf die Derivate-Börse Deribit. Dort machen die auslaufenden Optionen mehr als ein Drittel des Open Interest an Bitcoin-Optionen aus.
Bitcoin erreichte am 21. September 2026 zeitweise 85.000 US-Dollar. Zu diesem Anstieg trug CoinDesk zufolge ein Short Squeeze bei.
Investoren positionieren sich
Die Put-to-Call-Ratio für die am 25. September verfallenden Optionen liegt bei 0,70. Dies deutet auf ein Übergewicht an Call-Positionen gegenüber Put-Positionen hin. Die größten Konzentrationen von Call-Optionen finden sich bei Strike-Preisen von 85.000, 90.000 und 100.000 US-Dollar.
Große Investoren halten auf Plattformen wie Binance Berichten zufolge strukturell gehebelte Long-Positionen. Die insgesamt berichtete Wal-Derivate-Positions-Ratio liegt über 2,0. Die annualisierten Funding Rates für Perpetual Futures erreichen laut Daten beinahe 60 Prozent. Dies signalisiert überfüllte Long-Positionen.
Aktuelle Marktbewegungen und Kurstreiber
CoinDesk und weitere Quellen dokumentieren in den Tagen zuvor mehrere signifikante Bewegungen: Am 21. September 2026 stieg Bitcoin binnen 24 Stunden um rund 5,4 Prozent. Die Kryptowährung übertraf damit laut CoinDesk das Hoch vom 4. September von 82.284 US-Dollar. CoinDesk nennt für den 21. September zudem Liquidationen bärischer Wetten in der Größenordnung von rund 648 Millionen US-Dollar.
Decrypt meldet, dass Bitcoin am 20. September 2026 um 5,88 Prozent auf 80.846 US-Dollar stieg. Dieser Anstieg folgte auf die von der US-Notenbank Fed am 17.
September beschlossene Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Diverse Berichte sprechen zudem von Liquidationen im Markt, einem gestiegenen Futures-Open-Interest und erhöhten Handelsvolumina. Das Futures-Open-Interest überschritt Berichten zufolge wieder die Marke von 700.000 BTC.
Das 24-Stunden-Handelsvolumen stieg um 39 Prozent auf 224 Milliarden US-Dollar.
Technische Indikatoren, die in Analysen genannt werden, wiesen einen Average Directional Index (ADX) von 40,6 auf. Zudem lag eine positive Directional Line (DI+) über der DI- und der 50-Tage-EMA über dem 200-Tage-EMA. Der Relative Strength Index (RSI) wurde in einer Quelle mit 63,3 angegeben.
ETF-Entwicklungen und regulatorisches Umfeld
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt wieder Zuflüsse. Am 17. September 2026 wurden netto 159,5 Millionen US-Dollar in diese Produkte gemeldet.
BlackRocks IBIT wird in den Zahlen mit Zuflüssen von 183,7 Millionen US-Dollar genannt. In den drei Tagen nach der Abstimmung über den Clarity Act wurden Berichten zufolge Nettoabflüsse von 586,8 Millionen US-Dollar registriert. Kumulativ betrugen die Nettoabflüsse der letzten drei Monate laut Daten 7,932 Milliarden US-Dollar.
Für einen vergangenen Monat wird in den Angaben ein Nettozufluss von 922 Millionen US-Dollar genannt.
Dean Chen von Bitunix interpretiert die widersprüchlichen kurzfristigen Zuflüsse und die langfristigen Abflüsse als taktische Neupositionierung. Die zugrundeliegenden Daten wurden nach Angabe der Quellen nicht immer unabhängig verifiziert.
Die regulatorische Lage in den USA blieb Berichten zufolge in Bewegung. Der US-Senat blockierte am 17. September 2026 den sogenannten Clarity Act.
Zugleich veröffentlichten die Aufsichtsbehörden weitere Initiativen: Die SEC veröffentlichte am 18. September 2026 eine Innovations-Ausnahmeregelung für den Handel mit tokenisierten Aktien. Ferner leitete die CFTC laut den Quellen am 18.
September einen Regelsetzungsprozess für Krypto-Transaktionen und -Märkte ein. Dan Morehead von Pantera Capital wird mit der Einschätzung zitiert, Regulierungsbehörden setzten bereits vieles um, was der Clarity Act vorgesehen hätte.
Ausblick
Der Verfall der Bitcoin-Optionen am 25. September wird wegen des Volumens von etwa 15 Milliarden US-Dollar genau beobachtet. Das Volumen könnte kurzfristig zu erhöhten Marktbewegungen führen. Die Konzentration von Call-Optionen bei hohen Strike-Preisen nennen Berichte als Hinweis darauf, dass ein Teil der Marktteilnehmer weiter auf steigende Kurse setzt.
Parallel dazu verfolgen Marktteilnehmer die Maßnahmen von SEC und CFTC sowie die Interpretation der jüngsten Fed-Entscheidungen. Analysten achten zudem auf ETF-Flüsse, um Rückschlüsse auf die institutionelle Nachfrage zu ziehen.







