Bitcoin verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen Kursanstieg von 40 Prozent. Dies ist die beste Quartalsperformance seit dem vierten Quartal 2024. Der Aufschwung hob Bitcoin am 30. September 2026 auf nahezu 83.698 US-Dollar und befeuert bei Analysten und Marktteilnehmern erneut die Hoffnung auf ein Erreichen der Marke von 100.000 US-Dollar.

Die aktuellen Kursgewinne werden vor allem auf hohe institutionelle Zuflüsse in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs, die Aussicht auf eine kryptofreundlichere US-Regierung und die Erwartung einer lockereren Geldpolitik der US-Notenbank Fed zurückgeführt.

Bitcoin im Aufwind: Kursziel 100.000 US-Dollar

Bitcoin legte im dritten Quartal 2026 ein Kursplus von 40 Prozent hin. Dies ist die beste Quartalsperformance seit dem vierten Quartal 2024. Allein im September 2026 stieg der Kurs um rund sieben Prozent.

Laut Marktberichten war dies der erste positive September, der auf einen ebenfalls positiven August folgte, seit 2013. Zuletzt notierte Bitcoin am 30. September 2026 bei nahezu 83.698 US-Dollar.

Analysten wie Adrian Fritz von 21Shares sehen die 100.000 US-Dollar Marke bis Ende 2026 als realistisches Basisszenario.

Am 5. Dezember 2024 erreichte Bitcoin einen historischen Meilenstein: Der Kurs stieg erstmals über 100.000 US-Dollar und lag zwischenzeitlich bei 103.620 US-Dollar. Nach Gewinnmitnahmen fiel der Kurs am 6.

Dezember 2024 wieder unter diese Schwelle. Vor diesem Hintergrund bewerten Marktbeobachter die erneute Annäherung an diese Preisregion als Indiz für das Interesse institutioneller Anleger. MicroStrategy, der größte Firmen-Bitcoin Investor, betont die Knappheit von Bitcoin als wichtigen Preistreiber.

Treiber der Rallye: ETFs, Politik und Geldpolitik

Ein wesentlicher Katalysator der jüngsten Rallye sind die Zuflüsse in US Spot Bitcoin ETFs. Am 21. September 2026 verzeichneten diese Produkte Nettozuflüsse von knapp einer Milliarde US-Dollar.

Dies markierte den höchsten Tageswert seit Oktober 2025. Wöchentlich stiegen die Zuflüsse in Spot Bitcoin ETFs bis Ende September 2026 um etwa 2,8 Milliarden US-Dollar. Eine neuntägige Serie von Zuflüssen, die längste Gewinnserie seit Juni 2025, summierte sich auf rund drei Milliarden US-Dollar.

Zwischen Januar und März 2026 investierten Anleger bereits mehr als sieben Milliarden US-Dollar in diese Produkte, nach der Zulassung der ersten US Bitcoin ETFs im Januar 2026.

Parallel dazu gelten politische Entwicklungen in den USA als Einflussfaktor. Der Wahlsieg Donald Trumps am 4. November 2024 und die damit verbundene Aussicht auf eine kryptofreundlichere Regierung werden in Analysen als unterstützend genannt.

Trump kündigte Paul Atkins als Wunschkandidaten für den Chefposten der US Börsenaufsicht SEC an. Atkins gilt in Berichten als kryptounterstützend. Gary Gensler, der frühere SEC Vorsitzende, kündigte am 21.

November 2024 seinen Rücktritt an. Zudem schlug die republikanische Senatorin Cynthia Lummis vor, dass die US Regierung über fünf Jahre eine Million Bitcoins kauft und 20 Jahre hält.

Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik der Fed trägt ebenfalls zur Attraktivität von Bitcoin bei. Unter Experten gibt es Szenarien, wonach stärkere Zinssenkungen und Liquiditätsprogramme der Fed die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen wie Bitcoin begünstigen könnten. Preston Pysh nannte in diesem Zusammenhang Prognosen für sechsstellige Bitcoin Preise unter entsprechenden Bedingungen.

Die Rendite 10 jähriger US Staatsanleihen kletterte am 25. September 2026 über 5,2 Prozent und erreichte damit Medienberichten zufolge den höchsten Stand seit 2007.

Marktkapitalisierung und Performance im Vergleich

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin überschritt am 5. Dezember 2024 die Zwei Billionen US-Dollar Grenze. Anfang 2024 lag sie nach Berichten unter 900 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtwert des Kryptomarktes erreichte Anfang März 2026 rund 2,5 Billionen US-Dollar. Im November 2024 erreichte das monatliche Bitcoin Handelsvolumen mit 2,71 Billionen US-Dollar den höchsten Stand seit Mai 2021.

Im Jahr 2024 war Bitcoin das bestleistende Anlagegut mit einem Anstieg von 49,2 Prozent seit Jahresbeginn. Damit übertraf es traditionelle Assets wie Silber mit 30,6 Prozent und Gold mit 26,5 Prozent, wie ein Bericht von NYDIG feststellte. Unternehmen mit hoher Bitcoin Exponierung wie MicroStrategy, Metaplanet und Marathon Digital verzeichneten nach Marktberichten ebenfalls Kursgewinne.

Die MicroStrategy Aktie legte am 20. November 2024 um zehn Prozent zu und stieg innerhalb einer Woche um 39 Prozent.

Ausblick: Kursziele und makroökonomische Einflüsse

Viele Analysten sehen die 100.000 US-Dollar Marke weiterhin als erreichbares Ziel. Die Wettplattform Kalshi zeigte zuletzt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin 100.000 US-Dollar noch 2026 erreicht, wieder über 50 Prozent lag. Matt Hougan, CIO bei Bitwise, prognostiziert einen signifikanten Aufschwung, sobald Unsicherheiten in den kommenden Monaten nachließen.

Gleichzeitig warnen Stimmen aus dem Markt vor einer möglichen Übertreibung. Der sogenannte "Trump Effekt" könnte bereits teilweise in den Kursen eingepreist sein. Steigende Zinsen, sichtbar an den Renditen der US Staatsanleihen, könnten zinstragende Anlagen wieder attraktiver machen und Druck auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin ausüben.

Das Bitcoin Angebot in der Gewinnzone ("Percent Supply in Profit") notierte zuletzt unter 50 Prozent. Analysten interpretieren dies als Hinweis auf eine konsolidierungsanfällige Phase. Die Debatte um den Status von Bitcoin als „sicherer Hafen“ setzt sich fort.

Einige Marktteilnehmer sehen Bitcoin als Schutz vor geopolitischen Risiken, andere verweisen darauf, dass auch Gold in den vergangenen Monaten gestiegen ist. Die Ergebnisse einer MSCI Konsultation zu Indexregeln im Oktober 2026 könnten zudem die Sichtbarkeit und Investierbarkeit von Unternehmen mit großen Bitcoin Beständen wie MicroStrategy beeinflussen.