Abraham-Louis Breguet gründete seine Uhrenmanufaktur 1775 in Paris. Seit 1999 ist Breguet eine Tochtergesellschaft der Swatch Group. Das Unternehmen gilt als Pionier zahlreicher Uhrmachertechnologien, darunter das 1801 von Abraham Breguet entwickelte Tourbillon.
Historisches Erbe als Wettbewerbsvorteil
Breguet zählt zu den ältesten noch existierenden Uhrenmarken und blickt auf eine lange Geschichte technischer Entwicklungen zurück. Abraham-Louis Breguet erfand 1780 die selbstaufziehende Uhr Perpétuelle. Für Caroline Bonaparte fertigte er 1810 die Breguet Nr. 2639 an, die als erste Armbanduhr der Welt gilt. Diese Leistungen prägen die historische Reputation der Marke.
Nach dem Tod Abraham-Louis Breguets im Jahr 1823 führte sein Sohn Louis-Antoine die Firma weiter. Später übernahmen Nachfahren das Geschäft. Sein Urenkel Louis Antoine (1851 bis 1882) war der letzte der Familie, der das Unternehmen leitete. 1989 brachte Breguet die moderne Tourbillon-Armbanduhr Referenz 3350 auf den Markt. Das Modell wurde von Daniel Roth entworfen.
Marktstrategie und Produktinnovationen
Die Luxusuhrenbranche befindet sich im Wandel. Hersteller versuchen unter anderem, jüngere Käufer anzusprechen. Sie setzen vermehrt auf Kooperationen mit kulturellen Partnern sowie auf kleinere und unisex-orientierte Modelle. Ilaria Resta, CEO von Audemars Piguet, hebt hervor, dass die Unterscheidung zwischen Herren- und Damenuhren an Bedeutung verliert.
Breguet hat jüngst eine Neuinterpretation klassischer Modelle angekündigt. Anlässlich des 225. Jubiläums der Patentanmeldung des Tourbillons präsentiert die Manufaktur 2026 die Classique Tourbillon 7357. Das Modell wird als Neuinterpretation der Referenz 3350 geführt und erscheint in einem Platingehäuse mit 35 Millimeter Durchmesser und 8,9 Millimeter Dicke.
Das Modell ist mit dem Kaliber 187B ausgestattet, das eine Gangreserve von 60 Stunden bietet. Laut Hersteller wurde das Werk zu 41 Prozent neu entwickelt. Es enthält eine Nivachron-Spirale und einen Silizium-Anker. Das Zifferblatt zeigt Guillochierungen im Gerstenkorn- und Clous-de-Paris-Muster. Gregory Kissling übernahm 2025 die Leitung von Breguet und initiierte einen „Refresh“ der Marke.
Wettbewerbsumfeld und Ausblick
Der Luxusuhrenmarkt ist von intensivem Wettbewerb geprägt. Viele Marken versuchen, die Attraktivität für breitere Käuferschichten zu erhöhen. Audemars Piguet kündigte eine Kollaboration mit Serena Williams für eine Royal Oak Selfwinding Chronograf an. Damit zielt die Marke auch auf neue Kundensegmente, inklusive Frauen.
Parallel dazu feiert IWC Schaffhausen den 50. Geburtstag der Ingenieur SL mit limitierten Editionen. Zenith erweitert zudem seine Chronomaster Solo Sport Kollektion.
Für Investoren und Beobachter ist die Entwicklung von Breguet innerhalb der Swatch Group von Interesse. Die Swatch Group veröffentlicht keine spezifischen Finanzkennzahlen zu Breguet. Die vorliegenden Informationen liefern Hinweise auf historische Bedeutung und jüngste Produktneuheiten, geben aber keine Aussagen zu Umsatz oder Rentabilität.
Die Einführung neuer Modelle wie der Classique Tourbillon 7357 wird Beobachtern Anhaltspunkte liefern, wie die Marke Tradition und Innovation verbindet und wie der Markt darauf reagiert.







