Die Deutsche Zinshaus Gruppe entwickelt am Standort eines ehemaligen Hotels in Frankfurt am Main ein Microliving-Projekt. Unter dem Namen GALLO263 entstehen in der Mainzer Landstraße 261–263 im Frankfurter Gallusviertel 132 Mikroapartments. Die Revitalisierung des leer stehenden Objekts ist für das erste Quartal 2027 geplant und richtet sich an Studierende, Expats, Young Professionals sowie Projektmitarbeiter.
Umnutzung eines Bestandsgebäudes
Das Projekt GALLO263 sieht die komplette Erneuerung und architektonische Aufwertung eines Gebäudekomplexes aus dem Jahr 1968 vor. Das fünf- und sechsgeschossige Ensemble wird technisch, energetisch und architektonisch modernisiert. Geplant sind 132 Mikroapartments mit Größen zwischen 25 Quadratmetern und 44 Quadratmetern. Die Gesamtmietfläche beträgt rund 5.200 Quadratmeter.
Die Deutsche Zinshaus Gruppe, ein inhabergeführtes mittelständisches Wohnungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt, verantwortet die Entwicklung. Geschäftsführende Gesellschafter sind Moritz und Philipp Kraneis; Lars Greve und Christian Motter ergänzen die Geschäftsführung. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe ein Transaktionsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro realisiert.
Sie verwaltet zudem einen Bestand von über 275.000 Quadratmetern Mietfläche in mehr als 350 Objekten an über 25 Standorten.
Der Ankaufsschwerpunkt des Unternehmens liegt auf wirtschaftsstarken Lagen in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Microliving als etablierte Asset-Klasse
Das Microliving-Konzept von GALLO263 kombiniert hohe Wohnqualität mit attraktiven Gesamtmieten. Die Planungen sehen Mieten vor, die unter dem Wettbewerbsniveau liegen sollen. Die Apartments sind auf die Bedürfnisse der Zielgruppe – Studierende, Expats, Young Professionals und Projektmitarbeiter – zugeschnitten. Im Erdgeschoss sind zudem bis zu drei Gewerbeeinheiten vorgesehen.
Geplant sind Flächen für ein Fitnessstudio, eine Bäckerei mit Café und einen Waschsalon. Ergänzt werden diese Angebote durch Gemeinschaftsflächen, Fahrradstellplätze und Lagermöglichkeiten. Ein professionelles Vermietungs- und Objektmanagement soll den Betrieb sicherstellen.
Der Microliving-Markt hat sich in den vergangenen Jahren von einer Nischenanlage zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Mikroapartments sind häufig komplett möbliert und bieten technische Ausstattung wie schnelles WLAN und Smart-Home-Technik. Sie sind besonders bei Young Professionals gefragt.
Konzepte dieser Art umfassen oft ergänzende Serviceangebote und Gemeinschaftsflächen wie Lounges oder Arbeitsbereiche.
Ausblick und Marktumfeld
Das Projekt operiert in einem Marktumfeld mit anhaltender Nachfrage nach kompakten und flexiblen Wohnformen in urbanen Zentren. Der geplante Baubeginn im ersten Quartal 2027 basiert auf Berichten vom Oktober 2026. Zu Finanzierungsvolumina oder zum Kaufpreis des ehemaligen Hotels liegen keine öffentlichen Angaben vor.
Im Frankfurter Gallusviertel existieren weitere Microliving-Vorhaben. Parallel plant PGIM ein Projekt in der Lahnstraße, das die Umwandlung eines Bürogebäudes in mehr als 300 Wohneinheiten vorsieht. Dieses Vorhaben ist unabhängig von GALLO263.
Beobachter werden die weitere Entwicklung des Angebots an Microliving-Apartments in Frankfurt und dessen Auswirkungen auf den lokalen Mietmarkt genau verfolgen.







