Ein Konsortium unter Führung von Feldberg Capital investiert gemeinsam mit US-Pensionsfonds in Logistikprojekte in Deutschland. Details zu Umfang und konkreten Standorten dieser Transaktion bleiben vorerst nicht öffentlich. Diese Investition unterstreicht das anhaltende Interesse internationaler institutioneller Investoren am deutschen Logistikmarkt.

Wachstum des deutschen Logistikmarkts

Das deutsche Logistiksegment zieht weiterhin ausländisches Kapital an. Feldberg Capital und US-Pensionsfonds werden als Kapitalgeber für Logistikprojekte in Deutschland genannt. Weder konkrete Zahlen noch die Namen der beteiligten Pensionsfonds sind öffentlich bekannt. Auch genaue Standorte oder das Investitionsvolumen dieser spezifischen Transaktion finden sich in frei zugänglichen Quellen nicht.

Parallel dazu zeigen makroökonomische Daten die Attraktivität Deutschlands für ausländische Investoren. Ausländische Direktinvestitionen stiegen nach Angaben eines Reuters-Berichts im Jahr 2023 um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichten rund 86 Milliarden Euro. Der Anteil der US-Investitionen sank in diesem Zeitraum auf etwa 11,8 Milliarden Euro, während britische Investoren rund 26 Milliarden Euro investierten und damit die USA als größte Einzelquelle übertrafen.

Logistik-Investitionen im Fokus internationaler Akteure

Das Engagement von Feldberg Capital und US-Pensionsfonds reiht sich in eine Serie internationaler Aktivitäten im Logistiksektor ein, wie sie in zahlreichen Quellen dokumentiert sind. Ares Management sicherte beispielsweise 612 Milliarden JPY (umgerechnet rund 3,8 bis 3,9 Milliarden US-Dollar) für seinen Japan Logistics Development Partners V LP Fonds. Dieser Fonds konzentriert sich auf Logistikimmobilien in den großen japanischen Metropolregionen Tokio, Osaka und Nagoya.

Das Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) beteiligt sich als Eckpfeiler-Investor mit 150 Milliarden JPY. Ende Juni des vergangenen Jahres verwaltete Ares Real Estate rund 121 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten.

Auch Blackstone Real Estate Income Trust (BREIT) zeigt eine strategische Neuausrichtung. BREIT verkaufte seine verbliebenen 79 Self-Storage-Anlagen und erzielte damit einen Nettoerlös von 852,3 Millionen US-Dollar. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres investierte BREIT 3,3 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von Rechenzentren über seine Plattform QTS.

Das Portfolio von BREIT ist heute zu etwa 90 Prozent auf Rechenzentren, Industrieimmobilien und Mietwohnungen konzentriert. Ein Sprecher von Blackstone wird zitiert: „Diese Transaktion spiegelt unsere umfassendere Strategie wider, das Portfolio von BREIT aktiv zu managen und in unsere überzeugendsten Investitionsthemen zu investieren. BREIT ist heute zu etwa 90 Prozent in Rechenzentren, Industrieimmobilien und Mietwohnungen konzentriert, und diese Positionierung ist entscheidend für unsere jüngste Performance, wobei BREIT im vergangenen Jahr eine Netto-Rendite von 10,3 Prozent in Klasse I erzielte.“

Ausblick und offene Fragen

Die genauen Konditionen des Deals zwischen Feldberg Capital und den US-Pensionsfonds bleiben unklar. Insbesondere das Investitionsvolumen, die Identität der beteiligten US-Pensionsfonds und die Art der Projekte – ob Neubau, Bestandserwerb oder spezialisierte Segmente wie Last-Mile-Logistik – sind nicht öffentlich bekannt.

Die Recherche zu Goldbeck Logistik Deutschland als initialer Impuls für das Thema deutet auf eine Verbindung zum Bau- und Immobiliensektor hin. Die genaue Natur einer möglichen Zusammenarbeit ist jedoch nicht dokumentiert. Marktteilnehmer und Investoren warten auf zusätzliche offizielle Angaben zu Standorten, Volumen und Zeitplänen, um die Auswirkungen dieser Investitionen auf den deutschen Logistikimmobilienmarkt besser beurteilen zu können.