Jungheinrich steigt mit 100 Millionen Euro in Corporate Venture Capital ein

Hamburg – Jungheinrich, der Hamburger Hersteller von Flurförderzeugen, legt erstmals in seiner über 70-jährigen Firmengeschichte einen Wagniskapitalfonds auf. Die Tochtergesellschaft Uplift Ventures verwaltet einen Fonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro. Das Kapital ist hauptsächlich für Direktinvestitionen in Start-ups vorgesehen. Ein Anteil fließt zudem an kleinere Wagniskapitalgeber.

Christian Noske verantwortet das Investitionsprogramm von Uplift Ventures als General Partner. Noske wechselt von NGP Capital, dem Finanzarm von Nokia. Nokia NGP Capital hatte seine Start-up-Investitionen im Frühjahr 2026 deutlich reduziert. Diese strategische Neuausrichtung ermöglichte Noskes Wechsel.

Strategische Weichenstellung für Jungheinrich

Uplift Ventures markiert den ersten Corporate-Venture-Capital-Fonds von Jungheinrich. Der Fonds umfasst 100 Millionen Euro. Der Großteil ist für Direktinvestitionen in Start-ups bestimmt, während ein Teilbetrag kleineren Wagniskapitalgebern zufließt. Zum Zeitpunkt der Fondseröffnung im August 2026 standen die ersten Investitionen noch aus.

Christian Noske betont die Bedeutung von Deeptech-Investitionen: „Europa braucht engagierte Deeptech-Investoren, die langfristig dabeibleiben.“ Für ihn war die langfristige Perspektive von Jungheinrich ausschlaggebend, da Venture Capital ein dauerhaft angelegtes Geschäft darstellt. Diese Aussage deutet auf einen möglichen Schwerpunkt des Fonds auf Deeptech-Start-ups hin.

Einordnung in den Corporate-Venture-Capital-Markt

Der Jungheinrich-Fonds reiht sich als Corporate-Venture-Capital-Instrument in den Markt ein. Welche spezifischen Nischen und technologischen Felder Uplift Ventures prioritär besetzen wird, bleibt abzuwarten. Die Entwicklung der Investitionen wird zeigen, wie sich Jungheinrich strategisch positioniert.

Ausblick und Marktreaktionen

Die ersten Investments von Uplift Ventures werden die technologischen Schwerpunkte des Fonds definieren. Eine mögliche Fokussierung auf Deeptech, wie von Christian Noske angedeutet, wird dabei genau beobachtet. Für Marktanalysten und Branchenbeobachter bleibt relevant, wie sich diese Neugründung in das über 70-jährige Bestehen des Konzerns einfügt und welche Synergien entstehen.