Stuttgart. Die Mercedes-Benz Group AG legt ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro auf. Ab Dienstag, dem 1. September 2026, erwirbt der Konzern eigene Anteile am Kapitalmarkt. Die Ankündigung erfolgte am 31. August 2026.
Das Rückkaufprogramm ist bis spätestens zum 6. April 2027 terminiert. Es umfasst den Erwerb von bis zu 58 Millionen eigenen Aktien. Die zurückgekauften Anteile sollen eingezogen werden.
Der Erwerb erfolgt über die Börse oder ein multilaterales Handelssystem. Die Transaktionen werden unabhängig von einem Kreditinstitut gesteuert. Grundlage für das Programm ist die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 7. Mai 2025. Ergänzend plant Mercedes‑Benz separate Rückkäufe im November 2026 und März 2027 im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.
Kontinuität in der Kapitalpolitik
Das neue Programm knüpft an ein im Juni abgeschlossenes Aktienrückkaufprogramm an. Dieses hatte ein Volumen von 2 Milliarden Euro. Dabei erwarb Mercedes‑Benz knapp 38 Millionen eigene Anteile zu einem durchschnittlichen Preis von etwas mehr als 53 Euro pro Aktie.
Die Mercedes-Benz Aktie notierte am Montagmorgen bei rund 46,835 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter dem durchschnittlichen Preis des vorherigen Rückkaufs. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich auf rund 45 Milliarden Euro.
Am Montag verzeichnete die Aktie leichte Kursgewinne von bis zu 2,96 Prozent zu einem Messzeitpunkt. Über das Jahr betrachtet liegt das Minus jedoch bei etwas mehr als einem Fünftel, knapp über 22 Prozent. Das Papier von Mercedes‑Benz steht somit, ähnlich wie die der Konkurrenten BMW und Volkswagen, aufgrund der Branchenlage unter Druck.
Signal an die Investoren
Aktienrückkäufe erhöhen rechnerisch den Gewinn je Aktie, da die Zahl der ausstehenden Aktien dauerhaft sinkt. Sie können sich indirekt kursstützend auswirken und ergänzen die Ausschüttung überschüssiger Liquidität an die Aktionäre. Marktbeobachter werten solche Maßnahmen als Signal des Managements, dass die eigene Aktie als attraktiv angesehen wird.
Die Analysten von Goldesel sehen darin, dass Mercedes‑Benz die aktuelle Bewertung für attraktiv genug hält, weiteres Kapital in die eigene Aktie zu investieren. Für Investoren bedeutet dies einen potenziell positiven Effekt auf den Gewinn je Aktie und die Aktienstruktur. Ein Rückkauf ersetzt jedoch kein operatives Wachstum.
Ausblick auf die Marktreaktion
Die unmittelbare Marktreaktion auf die Ankündigung zeigte sich am Montag in leicht positiven Kursverläufen. Diese Entwicklung könnte ein initiales Vertrauenssignal der Anleger interpretieren lassen. Die langfristige Wirkung auf den Aktienkurs hängt jedoch von weiteren operativen und strategischen Entwicklungen des Konzerns ab, insbesondere im Hinblick auf den Übergang zur Elektromobilität und die allgemeine Konjunktur.
Analysten werden die Performance und die Umsetzung des Rückkaufprogramms genau beobachten.







