Sumter, South Carolina – Das Morris College, ein historisch schwarzes College (HBCU) in Sumter, South Carolina, erhält 1,25 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln für ein Gründerzentrum für kleine Unternehmen. Die Finanzierung, die mit Unterstützung des US-Kongressabgeordneten James E. Clyburn zustande kommt, schafft eine Plattform für Unternehmertum und wirtschaftliche Entwicklung in der Region.

Das Zentrum fördert nachhaltige Arbeitsplätze in den Landkreisen Sumter, Clarendon und Lee. Zugleich unterstützt es angehende Unternehmer.

Herkunft der Finanzierung

Die Gesamtsumme von 1,25 Millionen US-Dollar ist übereinstimmend belegt. Die Herkunft der Mittel wird in vorliegenden Berichten jedoch unterschiedlich beschrieben: Einige Quellen sprechen von „federal funding“ oder einem Earmark durch Repräsentanten Clyburn. Eine andere Quelle nennt ein Grant des U.S.

Department of Housing and Urban Development (HUD). Repräsentant James E. Clyburn hat die Mittel öffentlich genannt und das Morris College als Alma Mater seiner Eltern bezeichnet.

Das Inkubatorzentrum bietet angehenden Gründern und Kleinunternehmern bezahlbare Co-Working-Spaces, Ausbildung und Mentoring. Pressemitteilungen betonen, dass das Angebot Unterstützung bereits vor der Unternehmensgründung bereitstellt.

George Washington Murray, ein Erfinder und US-Kongressabgeordneter des 19. Jahrhunderts, dient als historische Bezugsfigur für das Projekt. Murray, geboren 1853 in der Nähe von Rembert in Sumter County, hielt mehrere Patente.

Er nutzte das Repräsentantenhaus im Jahr 1894, um auf Erfindungen von Afroamerikanern aufmerksam zu machen. Das College nennt ihn als Inspiration für das „Morris Mindset“ und die „Morris Movement“.

Said L. Sewell, Ph.D., ist Präsident und CEO des Morris College.

Wachstumskurs des Morris College

Die Mittelzuweisung erfolgt in einer Phase steigender Einschreibungszahlen für das College. Nach 396 eingeschriebenen Studenten im Herbst 2021, meldet das College 491 Studenten im Herbst 2025. Dies entspricht einem Anstieg von rund 28 Prozent.

Präsident Sewell führt diesen Trend auf verstärkte studentische Einbindung und die Bereitschaft der Administration zurück, auf studentische Anliegen einzugehen. In den vorliegenden Unterlagen wird er mit entsprechenden Aussagen zur Rückkehrquote zitiert.

Die Bindungsrate (Retention) liegt bei 71 Prozent, verglichen mit einem Fünfjahresdurchschnitt von 43 Prozent. Das College verfolgt überdies das Ziel, bis zum Jahr 2028 insgesamt 1.000 Studierende zu erreichen.

Das Morris College wurde 1908 gegründet und ist ein privates, von Baptisten geführtes HBCU. Es bietet 20 Majors und 15 Minors an. Das College kooperiert zudem mit Institutionen wie dem Denmark Technical College, um Bildungswege in Bereichen wie Cybersicherheit, Esports und Kriminalrecht zu etablieren.

Das neue Inkubatorzentrum ergänzt unternehmerische Kompetenzen durch Co-Working, Ausbildung und Mentoring.

Perspektiven für regionale Entwicklung

Das Inkubatorzentrum soll die regionale Wirtschaftsförderung und wirtschaftliche Chancen unterstützen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Programme konkret umgesetzt werden. Gleiches gilt für die Auswirkungen auf die lokale Gründerszene und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Ebenfalls offen ist nach den vorliegenden Informationen, wie die Finanzierung des Inkubators über die initiale Bundesförderung hinaus langfristig gesichert wird. Marktbeobachter richten den Blick auf die ersten operativen Schritte des Zentrums und dessen messbare Beiträge zur regionalen Ökonomie.