Der Serviced-Apartment-Anbieter Stayery expandiert in die Schweiz. Das erste Projekt entsteht in Basel an der Hochstrasse 37–39, in direkter Nähe zum Hauptbahnhof Basel SBB. Es umfasst die Umwandlung eines ehemaligen Bürogebäudes in 132 Serviced Apartments. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Stayery expandiert in die Schweiz

Mit dem Basler Projekt markiert Stayery den ersten Schritt des Unternehmens außerhalb Deutschlands. Das Unternehmen kündigte das Bauvorhaben für Serviced Apartments Ende August 2026 an.

Der Standort an der Hochstrasse 37–39 entsteht durch eine umfassende Sanierung und Umnutzung des bisherigen Bürogebäudes nach Stayery-Standard. Nach Abschluss der Arbeiten sollen 132 Design-Apartments mit Kitchenettes sowie Wohn- und Arbeitsbereichen auf vier Etagen verfügbar sein.

Im Erdgeschoss sind offen gestaltete Gemeinschaftsflächen vorgesehen. Dazu gehören Lounge-Bereiche mit Coworking-Möglichkeiten, eine Gästewäscherei und ein Self-Service-Kiosk. Der Rückbau der Bestandsimmobilie hat bereits begonnen.

Strategische Standortwahl in Basel

Stayery zählt Basel zu den Top-3-Hotelmärkten der Schweiz. Das Unternehmen begründet die Wahl mit der internationalen Ausstrahlung der Stadt, ihrer zentralen Lage in Europa sowie ihrer Rolle als Wirtschafts- und Mobilitätsknotenpunkt.

Besonders hervorgehoben wird die hohe Dichte an international tätigen Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Pharma und Chemie. Diese Branchen erzeugen laut Stayery eine konstante Nachfrage nach flexiblen und hochwertigen Unterkunftsoptionen für Geschäftsreisende und Projektmitarbeitende.

Hannibal DuMont Schütte, Gründer und CEO von Stayery, kommentiert die Expansion: „Unser erstes Schweizer Projekt verlangt definitiv Mut, Ambition und volle Energie – genau das treibt uns bei Stayery jeden Tag an. Wir denken groß, verfolgen eine klare Vision und haben in Basel die richtigen Partner gefunden, um diese Realität werden zu lassen.“

Beteiligte Partner und Portfolioentwicklung

Immobilieneigentümer des Projekts ist der börsennotierte Schweizer Immobilienfonds Schroder ImmoPLUS. Die Verwaltung übernimmt Schroders. EROP zeichnet als Entwicklungspartner für Planung und Umsetzung der Umnutzung verantwortlich.

Alessandro Acquaviva begleitete EROP im Betreiberselektionsprozess. Die rechtliche Beratung für Stayery in den Vertragsverhandlungen erfolgte durch Ion Eglin von der Schweizer Kanzlei Bratschi.

Mit dem Basler Projekt wächst das Stayery-Portfolio weiter. Aktuell umfasst es über 2.700 Einheiten an 25 Standorten, bestehende und geplante Projekte eingeschlossen. Die Expansion in die Schweiz ist Teil einer Wachstumsstrategie, die mehrere Neueröffnungen in den kommenden Jahren vorsieht.

Stayery plant unter anderem die Eröffnung eines Standorts in Fürth mit 60 Apartments im April 2026 und einen Standort in Köln-Sülz mit 22 Einheiten im August 2026. Für das erste Quartal 2027 ist eine Eröffnung in Berlin-Kurfürstendamm geplant. Mitte 2027 folgt ein Standort in Bonn, Adenauerallee 90, mit 79 Einheiten.

Das bisher größte Projekt ist für die erste Jahreshälfte 2027 am Berliner Ostkreuz, re:o-Berlin, mit 255 Einheiten vorgesehen.

Ausblick und Marktreaktion

Die Fertigstellung des Basler Projekts ist für 2027 terminiert. Die Umnutzung eines ehemaligen Bürogebäudes am Bahnhof Basel SBB und die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern wie Schroder ImmoPLUS deuten auf eine strategische Ausrichtung hin. Marktbeobachter werden die Entwicklung des Basler Standorts sowie die weiteren angekündigten Neueröffnungen genau verfolgen, um die Auswirkungen auf das gesamte Portfolio des Anbieters und den Wettbewerb im Segment der Serviced Apartments einzuschätzen.