Ein US-Ausschuss hat ein Gesetz gebilligt, das die Einrichtung einer staatlichen Bitcoin-Reserve vorsieht. Der Beschluss gilt in der Recherche als historischer Schritt. Der als Bitcoin Reserve Act bezeichnete Entwurf zielt darauf ab, Bitcoin als Teil der nationalen Währungsstrategie der USA zu halten. Befürworter bezeichnen den Ansatz als Common-Sense-Politik.
Bedeutung für die US-Währungspolitik
Die Billigung des Bitcoin Reserve Act durch einen Ausschuss des US-Kongresses eröffnet eine Debatte über die Rolle digitaler Vermögenswerte in staatlichen Finanzstrategien. Der spezifische Ausschuss ist in der vorliegenden Recherche nicht genannt. Der Gesetzentwurf muss noch das gesamte Gesetzgebungsverfahren durchlaufen.
Eine solche Reserve würde die USA in eine Reihe mit Staaten wie El Salvador stellen. Das zentralamerikanische Land führte Bitcoin 2021 als gesetzliches Zahlungsmittel ein und hält Bitcoin in seinen Staatsreserven. Dies unterstreicht die wachsende Akzeptanz digitaler Währungen auf staatlicher Ebene.
Parallel dazu sind andere legislative Vorhaben zur Krypto-Regulierung in den USA nicht abgeschlossen. Der CLARITY Act, der klare Regeln für den US-Kryptomarkt schaffen sollte, wurde zuvor im US-Senat gestoppt. Eine Abstimmung darüber wurde für Mitte September erwartet.
Die Ausschussbilligung des Bitcoin Reserve Act könnte die Debatte um die institutionelle Akzeptanz von Kryptowährungen erheblich beeinflussen.
Institutionelle Akzeptanz und Marktentwicklungen
Die Diskussion um staatliche Bitcoin-Reserven fällt mit mehreren Entwicklungen in der Branche zusammen. MicroStrategy gilt in der Recherche als Vorreiter beim Halten großer Bitcoin-Bestände. Ferner planen oder prüfen traditionelle Finanzinstitute Verwahrangebote für Kryptowerte.
Die Deutsche Bank plant, noch im Jahr 2026 eine Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte zu starten. Dies soll zunächst für Unternehmen und institutionelle Kunden in Europa geschehen, mit Angeboten für Bitcoin, Ether und Stablecoins. Die Sparkasse prüft laut Recherche ebenfalls die Verwahrung von Krypto-Assets, was die breitere Bewegung hin zu institutioneller Beteiligung am Kryptomarkt verdeutlicht.
Bitmine Immersion Technologies, Inc. (NYSE: BMNR), ein Unternehmen mit Fokus auf Bitcoin- und Ethereum-Netzwerke, meldete zum 13. September 2026, 17:30 Uhr ET, Krypto-, Kassen- und Wertpapierbestände von insgesamt 15,8 Milliarden US-Dollar. Dazu gehörten 5.956.378 ETH und 212 BTC. Bitmine wurde am 26. Juni 2026 in den Russell 1000 Large-Cap Index aufgenommen.
Ethereum als treibende Kraft und Marktstimmung
Die Analyse von Thomas „Tom“ Lee, Chairman von Bitmine, hebt die gestiegene Relevanz von Ethereum hervor. Lee sagt, das Verhältnis von Ether zu Bitcoin sei auf den höchsten Stand seit dem 30.
Januar dieses Jahres gestiegen und habe einen neuen Aufwärtstrend etabliert. Er führt dies auf eine gestärkte Rolle Ethereums als Abwicklungsinfrastruktur für Tokenisierung an der Wall Street und auf ein wachsendes Bewusstsein für eine potenzielle Rolle Ethereums beim Management agentischer KI zurück.
Lee betont, dass diese Stärke sowohl im absoluten ETH-Kurs als auch im ETH/BTC-Verhältnis auftritt. Globale Aktienmärkte verharren indes angesichts von Kriegsrisiken und steigenden Renditen in einer Seitwärtsphase. Tom DeMark, Gründer von DeMark Analytics und Kapitalmarktberater von Bitmine, sagt, Ether sei im August seitwärts gelaufen, ohne nach unten auszubrechen, was auf eine Erneuerung der Aufwärtsbewegung hindeute.
Laut Lee hat Ether im dritten Quartal 2026 den S&P 500 um 5.866 Basispunkte übertroffen. Lee sieht darin eine Grundlage dafür, dass institutionelle Investoren ihre Krypto-Allokationen ausbauen könnten. Eine Analyse von Bitcoin Suisse deutet derweil darauf hin, dass Bitcoin deutlich unter seinem langfristigen logarithmischen Preistrend notiert.
Der Bodenbildungsprozess scheint weit fortgeschritten oder abgeschlossen zu sein.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Die Ausschussbilligung des Bitcoin Reserve Act ist ein erster Schritt, dessen Umsetzung noch ungewiss bleibt. Beobachter werden verfolgen, welche weiteren Hürden der Gesetzentwurf im US-Kongress nehmen muss und welche politischen Mehrheiten sich dafür oder dagegen bilden. Dies wird entscheidend sein für die tatsächliche Einführung einer staatlichen Bitcoin-Reserve.
Die anhaltende Volatilität im Kryptomarkt sowie regulatorische Unsicherheit bleiben Faktoren, die den weiteren Verlauf beeinflussen können. Tom Lee nennt als mögliche positive Katalysatoren für die letzten Monate des Jahres 2026 die anstehende Abstimmung über den CLARITY Act, die Rückkehr koreanischer Anleger und den erwarteten Tiefpunkt des Vier-Jahres-Zyklus. Er sieht darin Voraussetzungen für eine stärkere institutionelle Beteiligung, gestützt durch Tokenisierung und agentische KI.
Der Crypto Wealth Report 2026 zählt 135.694 Krypto-Millionäre weltweit, was die wachsende Bedeutung dieses Sektors weiter unterstreicht.







