Marta Kostyuk, ukrainische WTA-Profispielerin und Nummer elf der Weltrangliste, sorgte bei den US Open 2026 nicht nur mit ihrem Sieg in der ersten Runde für Aufmerksamkeit. Die 24-Jährige trat zu ihrem Erstrundenmatch in New York mit einer Patek Philippe Aquanaut Luce am Handgelenk an. Das Tragen einer diamantenbesetzten Patek während eines Matches ist ungewöhnlich und zog Reaktionen aus Medien und der Uhrencommunity nach sich.

Seltenheit auf dem Tennisplatz

Tennisspieler legen Luxusuhren in der Regel vor dem Betreten des Courts ab. Uhren werden meist nur für Trophäenfotos oder abseits des Spiels präsentiert. Obwohl Uhrenmarken seit Jahrzehnten in das Tennissponsoring investieren, bleibt die Anwesenheit von Zeitmessern während des Spiels eine Ausnahme.

Rafael Nadal trägt seit 2010 beispielsweise Richard-Mille-Tourbillons, die speziell leicht konstruiert sind und in Matches zu sehen waren.

Eine Patek Philippe auf dem Platz, insbesondere die eingestellte Aquanaut Luce Referenz 5067A, ist eine Seltenheit. Der Watch-Spotter @niccoloy auf Instagram dokumentierte die Uhr an Kostyuks Hand erstmals.

Die Aquanaut Luce 5067A verfügt laut verfügbaren Angaben über ein Stahlgehäuse mit rund 35,6 Millimeter Durchmesser, ein blaues Zifferblatt, ein blaues Composite-/Kautschuk-Armband und eine diamantenbesetzte Lünette. Die Lünette ist mit 46 Brillanten im Brillantschliff besetzt, was insgesamt etwa ein Karat ausmacht. Als Werk ist das Patek-Philippe-Kaliber E23-250 S C (Quarz) angegeben, die Wasserdichtigkeit liegt bei 120 Metern.

Branchenkommentare in den Quellen nennen das Quarzwerk als unempfindlicher gegenüber Belastungen im Vergleich zu mechanischen Selbstaufzugswerken. Die Referenz 5067A ist laut Quellen eingestellt und wurde durch die größere 5267/200A ersetzt.

Marktwert und strategische Implikationen

Der Wert der von Kostyuk getragenen Aquanaut wird in Berichten mit „etwas über 40.000 US-Dollar“ beziffert. Auf dem Sekundärmarkt werden Modelle der 5067A-Reihe, je nach Variante und Zustand, für rund 48.000 bis 72.000 US-Dollar gehandelt. Ob das Tragen der Uhr eine bewusste Marketingaktion darstellt oder persönlicher Präferenz entspringt, lässt sich aus den Quellen nicht eindeutig belegen.

Beobachter und Medien spekulieren in beide Richtungen.

Patek Philippe ist im Gegensatz zu manchen anderen Uhrenherstellern nicht dafür bekannt, Athleten Uhren für das Tragen während Matches zur Verfügung zu stellen, so die vorliegenden Berichte.

Im Vergleich zeigen andere Prominente und Spieler Uhren meist abseits des Courts oder zu repräsentativen Zwecken. In den geprüften Quellen werden etwa Roger Federer mit einer Rolex Oyster Perpetual und Kaia Gerber mit einer Cartier Panthère genannt. Dass Kostyuk eine diamantenbesetzte Patek während eines Matches trug, unterscheidet sich damit von den üblichen Mustern im Sportsponsoring, bei denen oft sehr leichte Modelle – etwa von Richard Mille – oder Auftritte vor oder nach dem Match im Vordergrund stehen.

Kostyuks Stil und Markenpartnerschaften

Kostyuk arbeitet mit Wilson als Ausstatter für Schläger und Bekleidung zusammen. Quellen zufolge entwarf Wilson 2023 ihr Hochzeitskleid, welches später als Inspiration für ein Wimbledon-Outfit diente. Joelle Michaeloff, Global Chief Creative Officer bei Wilson, wird in den Quellen mit Aussagen zur Zusammenarbeit zitiert: „Wir fragen Marta immer, wie sie auf dem Court aussehen und sich fühlen möchte.“

Die Abstimmung mit ihrem Ausstatter wird in den Quellen thematisiert. Kostyuks Entscheidung, während eines Matches eine Patek zu tragen, kann daher als ein Fall gelesen werden, der Marken im Premiumsegment unerwartete Sichtbarkeit verschafft. Ob dies eine beabsichtigte Markenaktion war, lässt sich aus den Quellen jedoch nicht ableiten.

Ausblick: Eine neue Ära im Sportmarketing?

Das Auftreten von Kostyuk mit der Aquanaut Luce könnte in den Medien und bei Marktbeobachtern Diskussionen über Markenpräsenz und Influencer-Effekte im Sport auslösen. Quellen betonen, dass das Tragen einer Luxusuhr im Matchkontext in der Regel nicht der Norm entspricht. Ob sich daraus ein Trend entwickelt, bleibt offen.

Die US Open 2026, deren Gesamtpreisgeld in den geprüften Quellen mit 108 Millionen US-Dollar angegeben wird, bieten hierfür eine breite Bühne.

Ob weitere Athleten diesem Beispiel folgen und ob sich dadurch neue Formen der Markeninszenierung im Profisport etablieren, ist Gegenstand von Spekulationen in den betrachteten Berichten. Marktbeobachter dürften diese Entwicklungen weiterhin verfolgen.