Die Generation Z steht im Fokus der vorliegenden Recherche. Ein Themenschwerpunkt war, dass diese Generation berufliche Kontaktpflege auf Plattformen wie LinkedIn scheut. Die vorliegenden Quellen liefern hierfür jedoch keine direkte Bestätigung.
Zugleich enthalten sie Aussagen und Zahlen zu anderen Aspekten der Arbeits- und Erwerbswelt junger Menschen, etwa zu Nebenjobs, Führungsvorstellungen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI).
Wandel der Arbeitswelt: Sinnhaftigkeit vor Karriereleiter
Mehrere Quellen heben hervor, dass Sinnhaftigkeit und Wohlbefinden für junge Beschäftigte an Bedeutung gewinnen. Lediglich sechs Prozent der Gen Z geben an, dass eine Führungsposition ihr primäres Karriereziel darstellt.
Maximiliano Hurtado, Akademiker der Escuela de Administración de Servicios der Universidad de los Andes (UANDES), wird zitiert: „Es ist nicht mehr nur das Gehalt. Heute strukturiert sich die Beziehung zur Arbeit auch um Sinnhaftigkeit und Wohlbefinden. In diesem Szenario ist Führung kein Extra mehr, sondern wird zu einem entscheidenden Auswahlfaktor.“
Flexibilität und Unternehmertum: Der Aufstieg der Nebenprojekte
Eine Studie zeigt, dass 57 Prozent der Gen Z einen Nebenjob (Side Hustle) haben. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei den Baby Boomern. Diese Zahl deutet auf eine verbreitete Diversifizierung der Einkommensquellen hin.
Timothy (Tim) Armoo, ein 31-jähriger Unternehmer, wird als Gründer von Fanbytes genannt. Fanbytes wurde 2022 für einen achtstelligen Betrag von Brainlabs übernommen. Armoo begann früh mit Unternehmertum: Mit 14 Jahren gründete er einen Nachhilfedienst, mit 17 Entrepreneur Express, das an Horizon Media verkauft wurde, und 2017 Fanbytes.
Über die aktuelle Phase sagt er: „Dies ist die größte Ära der Vermögensbildung überhaupt. Und es schmerzt mich, wenn viele junge Leute sagen: ‚Mir ist langweilig.‘ Wie kann dir langweilig sein? Dies ist die größte Technologie der Geschichte, und ihr seid nicht davon besessen.“
KI als Katalysator für Selbstständigkeit
Armoo betont die zentrale Rolle der Künstlichen Intelligenz: „Es ist erschreckend einfach“, jetzt Reichtum aufzubauen. Weiter führt er aus: „Wenn man 2026 von den kleinen Dingen spricht, die man tun kann, um erfolgreich zu sein, ist eines der offensichtlichsten, relativ kleine Projekte mit KI aufzubauen.“ Er ergänzt: „KI ermöglicht es dir, eine Idee zu entwickeln und sie in die Welt zu tragen.
Und soziale Medien bedeuten, dass du niemanden bezahlen musst, um es zu tun. Du musst nur Zeit auf der Plattform verbringen und immer wieder posten.“
Zur Förderung dieser Entwicklung hat Armoo den Legon Fund gegründet und nach Angaben der Quelle fünf Millionen Pfund (circa 6,7 Millionen US-Dollar) seines eigenen Geldes investiert. Der Fonds soll KI-Startups von Minderheiten-Gründerinnen und -Gründern unterstützen. Armoo erläutert seine Motivation: „Der Grund, warum ich das getan habe, war, dass meine Vermögenswelle soziale Medien waren.
Jetzt denke ich, die Vermögenswelle ist KI, und ich möchte nicht, dass jemand sagt: ‚Nun, ich hatte die Idee, aber ich hatte nicht das Geld, um sie zu verbreiten.‘ Also habt ihr jetzt keine Ausrede mehr, denn ihr könnt lernen – ChatGPT und Claude sind praktisch kostenlos – und wenn ihr etwas habt, das funktioniert, ist hier das Geld, um mehr Kunden dafür zu gewinnen.“
Neue Anforderungen an Führung und Unternehmenskultur
Maximiliano Hurtado fasst die Erwartungen junger Arbeitnehmer zusammen: „Junge Arbeitnehmer erwarten ‚weniger Aufsicht, mehr Begleitung und, in gewisser Weise, sich herausgefordert zu fühlen‘.“ Er führt weiter aus: „Junge Menschen fliehen nicht vor der Herausforderung, sie fliehen vor der Sinnlosigkeit und der fehlenden Begleitung bei dieser Herausforderung.“ Zu den Defiziten in vielen Führungsetagen merkt er an: „Führungskräfte beherrschen das Formale – Ziele, Prozesse, Bewertungen –, versagen aber im Subtilen, wo es um Vertrauen, Zuhören und psychologische Sicherheit geht, um Fehler zu machen und ohne Angst zu lernen.“
Abschließend stellt Hurtado fest: „Sie verlassen nicht die Position oder das Gehalt: Sie verlassen die Beziehung. Geld hält für eine Weile; die Bindung hält über die Zeit.“
Ausblick: Wo die Recherche hinweist und wo sie Lücken hat
Die vorliegenden Quellen liefern Zitate und Zahlen, die auf veränderte Prioritäten junger Beschäftigter hindeuten. Dazu gehören Sinnhaftigkeit, Wohlbefinden, flexible Erwerbsformen und die Nutzung von KI für kleinere Projekte. Die Quellenlage ist jedoch heterogen.
Für das spezifische Thema, dass die Gen Z berufliche Kontaktpflege auf LinkedIn scheut, gibt es in der vorliegenden Recherche keine direkten Belege. Die hier zitierten Experten und Daten weisen auf einen Anpassungsbedarf bei Führung und Unternehmenskultur sowie auf veränderte Erwerbsformen hin. Sie erlauben aber keine abschließende Aussage über das Nutzungs- oder Kontaktverhalten der Gen Z auf beruflichen Netzwerkplattformen.







