Oura bringt den Ring 5 auf den Markt und setzt dabei auf eine bemerkenswerte Kombination: Das Gehäuse schrumpft um 40 Prozent, während die Funktionspalette deutlich wächst. Der neue Fitness-Ring zeigt, dass Miniaturisierung und erweiterte Sensorik keine Gegensätze sein müssen – eine Entwicklung, die für Unternehmer interessant ist, die auf kompakte Gesundheitstechnologie setzen.

Kompakteres Design ohne Kompromisse bei der Technik

Der Oura Ring 5 ist um 40 Prozent kleiner als sein Vorgänger und positioniert sich damit als einer der kompaktesten Smart Rings am Markt. Oura erreicht diese Reduktion durch eine überarbeitete Sensorarchitektur und einen optimierten Akku. Das Titan-Gehäuse bleibt erhalten, wird aber in sechs Farbvarianten angeboten. Die rundere Außenform soll zudem widerstandsfähiger gegen Kratzer sein, da scharfe Kanten entfallen.

Trotz der kompakteren Bauweise verspricht Oura eine Akkulaufzeit von sechs bis neun Tagen. Der Ring ist bis zu 100 Meter wasserdicht und eignet sich damit für den Alltag ohne Einschränkungen. Die Verkleinerung betrifft also ausschließlich das Gehäuse, nicht die Leistungsfähigkeit des Systems.

Über 50 Gesundheitskennzahlen in Echtzeit

Der Oura Ring 5 erfasst mehr als 50 Gesundheitskennzahlen und erweitert damit sein Spektrum deutlich. Neu ist vor allem die Live-Aktivitätserfassung in der App, die euch ermöglicht, Workouts direkt zu starten und während des Trainings Echtzeitdaten wie Herzfrequenz, Tempo und Distanz zu verfolgen. Zum Start werden Aktivitäten wie Laufen, Radfahren und Krafttraining unterstützt. Externe Herzfrequenzsensoren lassen sich bei Bedarf koppeln, um die Messgenauigkeit weiter zu erhöhen.

Präzisere Sensorik für unterschiedliche Nutzergruppen

Oura hat die Sensorarchitektur überarbeitet, um präzisere Messwerte bei unterschiedlichen Fingerformen, Hauttönen und Bewegungsmustern zu liefern. Die größeren optischen Sensoren arbeiten mit zusätzlichen roten und grünen LEDs, die Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung genauer erfassen sollen. Rote und infrarote LEDs messen die Sauerstoffsättigung, während grüne und infrarote LEDs für Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Atemfrequenz zuständig sind.

Ein digitaler Temperatursensor und ein Beschleunigungsmesser ergänzen das System. Die Kombination dieser Sensoren soll es ermöglichen, auch subtile Veränderungen im Gesundheitszustand zu erkennen. Oura betont, dass die neue Signalarchitektur die Grundlage für die Kompaktheit bildet – mehr Sensoren in kleinerem Raum, ohne Abstriche bei der Messqualität.

Die verbesserte Sensorik richtet sich bewusst an eine breitere Nutzergruppe. Frühere Modelle zeigten bei bestimmten Hauttönen oder bei intensiver Bewegung gelegentlich Ungenauigkeiten. Mit dem Ring 5 will Oura diese Schwachstellen ausräumen und eine verlässlichere Datenbasis für alle Nutzer schaffen.

Vom passiven Tracker zum aktiven Trainingspartner

Der Oura Ring entwickelt sich mit dem neuen Modell stärker in Richtung Trainingsbegleiter. Bisher lag der Fokus auf Schlafanalyse und passiver Gesundheitsüberwachung. Jetzt könnt ihr Workouts aktiv starten und während der Aktivität auf Live-Daten zugreifen. Das macht den Ring für Sportler interessanter, die bisher zu Sportuhren griffen.

Die App zeigt während des Trainings nicht nur Herzfrequenz, sondern auch Tempo und zurückgelegte Distanz an. Diese Echtzeitinformationen helfen euch, das Training besser zu steuern und Intensitäten anzupassen. Oura positioniert den Ring damit als Alternative zu sichtbareren Wearables, die am Handgelenk getragen werden und im Business-Alltag oft als störend empfunden werden.

Erweiterte Gesundheitsfunktionen und langfristige Trends

Mit Health Radar führt Oura eine Funktion ein, die langfristige Trends in euren Gesundheitsdaten erkennen soll. Das System analysiert Veränderungen der Herz-Kreislauf-Belastung und der Atmung im Schlaf über längere Zeiträume. Solche Muster können frühe Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen liefern, lange bevor akute Symptome auftreten. Allerdings ist Health Radar zunächst nicht in Deutschland verfügbar – eine Einschränkung, die für deutsche Nutzer relevant ist.

Für Frauen erweitert Oura die Funktionen um Menopause Insights und erweiterte Cycle Insights. Diese Auswertungen sollen helfen, hormonelle Veränderungen besser zu verstehen und den Alltag entsprechend anzupassen. Ab dem Oura Ring 4 sind zudem Funktionen wie Locate verfügbar, mit der ihr den Ring über die App finden könnt. Neue Datenschutzoptionen ermöglichen es euch, Daten gezielt zu löschen.

Die Kombination aus passiver Überwachung und aktiven Insights macht den Ring zu einem Werkzeug für Unternehmer, die Gesundheitsdaten nutzen wollen, um Leistungsfähigkeit und Regeneration zu optimieren. Die Herausforderung liegt darin, die Datenmenge sinnvoll zu interpretieren und nicht in reiner Selbstvermessung zu versinken.

Preis und Abo-Modell bleiben Diskussionspunkt

Der Oura Ring 5 kostet in Deutschland ab 429 Euro, je nach Ausführung bis zu 529 Euro. Für den vollen Funktionsumfang ist ein Oura-Abo nötig, das 5,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro pro Jahr kostet. Viele der erweiterten Auswertungen, darunter die neuen Trainings- und Gesundheitsfunktionen, bleiben an die Mitgliedschaft gebunden. Ohne Abo liefert der Ring zwar Rohdaten, die tieferen Analysen und Empfehlungen fallen jedoch weg.

Dieses Modell sorgt regelmäßig für Kritik, da die Hardware bereits einen beachtlichen Preis hat. Oura argumentiert, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung der App und die Bereitstellung neuer Funktionen die laufenden Kosten rechtfertigen. Für Nutzer, die den Ring langfristig einsetzen wollen, summieren sich die Abo-Kosten über die Jahre dennoch auf einen beträchtlichen Betrag. Der Marktstart ist für den 4. Juni 2026 geplant.

Kompakter Ring mit wachsender Funktionspalette

Der Oura Ring 5 zeigt, dass sich Miniaturisierung und erweiterte Funktionen nicht ausschließen. Die Verkleinerung um 40 Prozent macht den Ring unauffälliger, während die neue Sensorik und die Live-Tracking-Funktionen ihn vielseitiger machen. Für Unternehmer, die Gesundheitsdaten diskret erfassen wollen, ohne auf eine Sportuhr zurückgreifen zu müssen, ist das ein interessanter Ansatz. Die Abhängigkeit vom Abo und die eingeschränkte Verfügbarkeit einzelner Funktionen in Deutschland bleiben jedoch Punkte, die ihr vor dem Kauf berücksichtigen solltet. Oura setzt auf eine langfristige Kundenbindung durch kontinuierliche Software-Updates – ein Modell, das funktioniert, wenn die Datenqualität und die Insights tatsächlich einen Mehrwert bieten.

iphone-ticker.de – Oura Ring 5: Deutlich kleiner und neue Funktionen

ouraring.com – Oura Ring 5

techkrams.de – Oura Ring 5 offiziell vorgestellt – Das ist neu beim smarteren Gesundheitsring

computerbase.de – Kleinster Smart Ring der Welt: Oura Ring 5 offiziell vorgestellt – das sind die Neuerungen

notebookcheck.com – Leak enthüllt Oura Ring 5 mit neuen Sensoren in sechs Farben

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