- Die Zahl der Rechtsanwaltsfachangestellten in Deutschland ist in 30 Jahren um über 80 Prozent gesunken – während gleichzeitig die Zahl der Anwälte steigt.
- René Fergen hat mit Jupus eine KI-Plattform entwickelt, die Kanzleien täglich mehr als 200 Anfragen automatisiert bearbeitet und monatlich rund 40 bis 50 Arbeitsstunden einspart.
- Das Start-up zeigt, wie KI nicht nur Kosten senkt, sondern auch die Mandantengewinnung verdoppelt – für 194 Euro monatlich pro Kanzlei.
Während die Rechtsbranche händeringend Personal sucht, hat ein 29-jähriger Diplom-Jurist aus Trier einen anderen Weg gewählt: Statt selbst als Anwalt zu arbeiten, automatisiert René Fergen mit seinem Start-up Jupus genau jene Aufgaben, für die kaum noch Fachkräfte zu finden sind. Seine KI übernimmt das komplette Sekretariat – vom ersten Anruf bis zur Rechnungsstellung. Das Ergebnis: Kanzleien gewinnen Zeit für die juristische Arbeit und wandeln doppelt so viele Website-Besucher in Mandanten um.
Wenn die Fachkräfte fehlen, muss die Technik ran
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Zahl der neu ausgebildeten Rechtsanwaltsfachangestellten um mehr als 80 Prozent reduziert. Gleichzeitig wächst die Zahl der zugelassenen Anwälte in Deutschland kontinuierlich. Diese Schere führt zu einem massiven Problem: Gerade im Bereich Service und Verwaltung fehlt es an Kapazitäten. Mandatsanfragen bleiben liegen, Telefonate gehen ins Leere, Akten werden verspätet angelegt.
Genau hier setzt Fergen mit Jupus an. Seine Plattform übernimmt sämtliche nicht-juristischen Aufgaben, die zwischen dem ersten Kontakt eines potenziellen Mandanten und der eigentlichen rechtlichen Beratung anfallen. Die KI beantwortet Anrufe, sammelt Informationen durch digitale Fragebögen, vereinbart Termine, erstellt Vollmachten und legt Akten an. Alles automatisch, rund um die Uhr verfügbar.
Von der Uni direkt in die Disruption einer uralten Branche
René Fergen gründete Jupus im Januar 2022 während seines Studiums in Trier. Seine Entscheidung, auf die klassische Anwaltskarriere zu verzichten, war bewusst: „Die digitale Kanzlei ist die Zukunft und es gibt keine Alternative“, so Fergen. Statt Mandate zu bearbeiten, wollte er der gesamten Branche Werkzeuge an die Hand geben, mit denen Anwälte als Gewinner aus dem digitalen Wandel hervorgehen.
Die Herausforderung war dabei nicht nur technischer Natur. Eine KI-Software für das hochsensible juristische Umfeld zu entwickeln, erfordert höchste Sicherheitsstandards und Datenschutz-Compliance. Fergen und sein Team mussten zudem verstehen, wie Kanzleien tatsächlich arbeiten – von Einzelkämpfern bis zu großen Sozietäten. Die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit hunderten Anwaltskanzleien flossen direkt in die Produktentwicklung ein.
Mehr als ein Chatbot – das vollautomatische Mandatsmanagement
Jupus ist weit mehr als ein simpler KI-Assistent. Die Plattform deckt den gesamten Prozess vom Erstkontakt bis zur Aktenanlage ab. Der KI-Chatbot lässt sich in 30 Sekunden auf der Kanzlei-Website implementieren und beantwortet Anfragen in Echtzeit. Die KI-Anrufannahme sorgt dafür, dass kein Anruf mehr verloren geht – auch außerhalb der Geschäftszeiten.
Besonders leistungsstark ist die Dokumenten-KI: Sie analysiert unstrukturierte Dokumente wie E-Mails, PDFs oder mehrtausend Seiten umfassende Verträge in Sekundenbruchteilen. Relevante Informationen werden extrahiert, juristische Schriftsätze können auf Basis von Vorlagen generiert werden. Die Plattform lernt dabei die Arbeitsweise der jeweiligen Kanzlei und passt sich an deren Vorlagen und Standards an.
Die Online-Terminbuchung synchronisiert sich mit dem digitalen Kalender der Anwälte. Vollmachten und Mandatsvereinbarungen werden automatisch erstellt und können digital signiert werden. Mit einem Klick werden Akten angelegt – inklusive aller bereits gesammelten Informationen und Dokumente. Was früher Stunden an administrativem Aufwand bedeutete, läuft nun im Hintergrund ab.
Messbare Effizienz: 200 Anfragen täglich, 50 Stunden gespart
Die Zahlen aus der Praxis belegen die Wirksamkeit: Jupus bearbeitet bereits mehr als 200 Mandatsanfragen pro Tag in Anwaltskanzleien deutschlandweit. Kanzleien melden zurück, dass sie monatlich etwa 40 bis 50 Arbeitsstunden einsparen. Das entspricht mehr als einer ganzen Arbeitswoche pro Monat, die für juristische Kernaufgaben gewonnen wird.
Noch interessanter ist der Effekt auf die Mandantengewinnung: Kanzleien verdoppeln ihre Konversionsrate – also die Anzahl der Website-Besucher, die tatsächlich zu Anfragen werden. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn potenzielle Mandanten sofort eine Antwort erhalten, einen Termin buchen können und nicht tagelang auf Rückmeldung warten müssen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich für diese Kanzlei entscheiden.
Transparente Kosten, keine Implementierungshürden
Das Preismodell von Jupus ist klar strukturiert: 97 Euro monatliche Plattform-Grundgebühr plus 97 Euro pro Nutzer. Dafür erhalten Kanzleien das komplette Paket: KI-Dokumentenanalyse und -generierung, die Jupus-Plattform, den KI-Chatbot, Schulungen für das gesamte Team sowie die technische Einrichtung. Auch die Dokumentengenerierung für Vollmachten und Mandatsvereinbarungen ist inkludiert.
Ein entscheidender Vorteil: Jupus funktioniert mit allen bestehenden Kanzleisoftwares. Es ist kein Wechsel der gewohnten Systeme erforderlich, keine monatelange Implementierung, keine Umstellung kompletter Workflows. Die Plattform integriert sich nahtlos in die vorhandene IT-Infrastruktur. Für eine durchschnittliche Kanzlei mit zwei Nutzern bedeutet das monatliche Kosten von 291 Euro – bei einer Zeitersparnis, die mehrere tausend Euro an Personalkosten entspricht.
Wenn Technologie zum Wettbewerbsvorteil wird
Fergen positioniert Jupus bewusst nicht nur für große, moderne Kanzleien, sondern für die gesamte Anwaltschaft. Workflows, die bislang nur gut ausgestatteten Sozietäten vorbehalten waren, werden damit auch für kleinere Kanzleien und Einzelanwälte zugänglich. Im deutschsprachigen Raum zählt das Start-up zu den Haupttreibern der KI-Transformation im Rechtswesen.
Die Akzeptanz in der Branche wächst: Hunderte Rechtsanwälte verwalten bereits alle Mandatsanfragen zentral über die KI-Plattform. Das Feedback zur Entlastung des Personals fällt positiv aus. Mitarbeiter können sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren, während die Routinearbeit automatisiert abläuft. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Zufriedenheit im Team.
Digitalisierung als Überlebensfrage
Fergens Aussage, dass es keine Alternative zur digitalen Kanzlei gibt, mag radikal klingen – aber sie trifft den Kern der Entwicklung. Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Kanzleien, die weiterhin auf klassische Sekretariatsstrukturen setzen, werden zunehmend Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Mandanten: Schnelle Reaktionszeiten, digitale Kommunikationswege, transparente Prozesse. Wer hier nicht mithalten kann, verliert Aufträge an Wettbewerber. KI-Lösungen wie Jupus ermöglichen es Kanzleien, diese Erwartungen zu erfüllen – ohne das Budget zu sprengen oder das Team zu überlasten.
Die Rechtfertigung für den Einsatz von KI liegt nicht mehr in der Zukunftsvision, sondern in der gegenwärtigen Notwendigkeit. Kanzleien, die heute digitalisieren, verschaffen sich einen messbaren Vorsprung: mehr Mandanten, weniger Verwaltungsaufwand, zufriedeneres Personal. Das sind keine abstrakten Versprechen, sondern konkrete Ergebnisse aus der Praxis.
Was erfolgreiche Kanzleien jetzt tun sollten
Die Erfahrungen mit Jupus zeigen: Der Einstieg in die KI-gestützte Kanzleiorganisation muss weder kompliziert noch teuer sein. Drei Schritte sind wesentlich: Erstens, die Bereitschaft entwickeln, bewährte Prozesse zu hinterfragen. Zweitens, konkret analysieren, wo im Tagesablauf Zeit für repetitive Aufgaben verloren geht. Drittens, Lösungen wählen, die sich in bestehende Systeme integrieren lassen, statt das gesamte Setup umzukrempeln.
Fergen bietet dazu einen kostenlosen E-Mail-Kurs an: „In nur 5 Schritten zur digitalen Kanzlei“. Die Inhalte basieren auf den Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit hunderten Kanzleien unterschiedlicher Größe. Solche Ressourcen helfen, realistische Erwartungen zu entwickeln und typische Fehler bei der Digitalisierung zu vermeiden.
Die Investition in KI-Tools rechnet sich schnell. Wenn eine Kanzlei monatlich 40 bis 50 Stunden einspart und gleichzeitig die Mandantengewinnung verdoppelt, amortisieren sich die Kosten innerhalb kürzester Zeit. Der Return on Investment liegt nicht in Jahren, sondern in Wochen.
Junge Gründer, alte Branche – ein Erfolgsmodell
René Fergens Weg zeigt, dass Disruption nicht immer von außen kommen muss. Als Diplom-Jurist kennt er die Branche von innen, versteht ihre Sprache, ihre Anforderungen, ihre Bedenken. Diese Kombination aus juristischer Expertise und unternehmerischem Denken macht Jupus zu mehr als einem Tech-Start-up – es ist eine Branchenlösung von jemandem, der die Probleme aus erster Hand kennt.
Mit 29 Jahren hat Fergen bereits hunderte Kanzleien als Kunden gewonnen und etabliert sich als Stimme der Legal-Tech-Szene. Auftritte in Podcasts wie „Digitale Vorreiter“ oder „New Lawyers“, die Auszeichnung als „Start-up der Woche“ in der WirtschaftsWoche und die Aufnahme in den Tool-Finder des Legal Tech Verbands zeigen: Die Branche nimmt ihn ernst.
Sein Erfolg basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern muss konkrete Probleme lösen. Jupus tut genau das – und zwar messbar, transparent und zu kalkulierbaren Kosten. Das ist keine Vision mehr, sondern gelebte Praxis in deutschen Kanzleien.
conplore.com – Jung-Jurist modernisiert die Rechtsbranche: JUPUS-Gründer René Fergen im Gespräch
digitalevorreiter.podigee.io – Die Legal Tech Revolution: Wie das KI-Sekretariat von Jupus zur Lösung des Fachkräftemangels in Kanzleien beiträgt
studi.info – Junger Jurist gründet JUPUS und modernisiert die Rechtsbranche
legaltechverband.de – JUPUS – KI-Sekretariat für Rechtsanwälte
jupus.de – Die Dokumenten-KI für Rechtsanwälte
wiwo.de – Jupus: Start-up entwickelt KI für Anwälte und Kanzleien
(c) Foto: jupus.de, Presse












